Jost Gudelius

 

 

 

 

 

Chronicon Benedictoburanum

 

Chronic

Caroli Meichelbeck

(Deutsch)

 

Autographum

 

(149 halbbrüchige Bogen, geht bis zum J. 1730,

entspricht S. 399 der gedruckten lateinischen Ausgabe;

ungedruckt)

 

Nachlass-Signatur:

Meichelbeckiana Nr. 7

Bayerische Staatsbibliothek

Nachlassreferat der Abt. f. Handschriften und alte Drucke

 

 

 

 

Transkription

 

begonnen Jachenau im November 2013

 

 

Text

SeitenNr./BildNr.

v/ = Rückseite

 

 

Umschlag

/00001

Meichlebeckiana

7

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Chronic

Caroli Meichelbeck

(Deutsch)

 

Autographum

 

(149 halbbrüchige Bogen, geht bis zum J. 1730,

entspricht S. 399 der gedruckten lateinischen Ausgabe;

ungedruckt)

 

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leer

/00006

Einleitung in die Bene-

dictbeuerische Chronic

 

Das lang vor allen anderen Ordens Personen

die Benedictiner in Bayrn gekommen, ist

eine so ausgemachte sach, dass man selbst in

den geringsten Zweifl nit ziehen kann. Matthias

Abbt zu Weltenburg schreibt, dass schon

in dem sexten Jahrhundert

auf dem

Closter des Berges ...?

Visnedus? Anhier gekommen, und sey alldort als

dessen Abbt anno 580 verstorben.

Dieser mainung stimmt

Auch Aventinus bey.

Andere wollen

glauben, es habe der H. Rupertus Bischof

disen heiligen Orden ao. 582 in Bayern

eingeführt. Allein diese beede mainungen

seindt aber nit ... gegründet, ??ran

kein Zweifl solle ?? haben, weilen man

keine Schriftsteller findet, welche

selbiger Zeit gelebt, und ein solches der

nachwelt hette geschriben hinterlassen. Und

stehen dieser mainung noch etliche andere

?  ursach in dem

Weg.

1/00007

Von Benedictbeurischer Chronic

Erstes Kapitel

Landfridus erster Stüfter und

Abbt dieses Closters.

 

§ 1

Hiesiges Closter sambt 3. Anderen wird aufgerichtet.

 

Das der Heilige Bonifacius mittls seines

apostolischen Eifers zur Erbauung und

Stüftung dieses Closters den rechten

Anlass gegeben, ist bey denen Inn-

und ausländischen Schriftstellern

eine ausgemachte Sach, und wird in

allen unseren Chronicen einhellig be-

stättiget. Es ist aber dieser Heilige Apostl

der Teutschen im Jahr Christi 739 das erste mal in Bayern

gekommen, allwo aber derselbe da-

zumahl sich nit lang aufgehalten,

weil er hauptsächlich mit Bekherung

des Lands Türing beschäfftigt gewesen.

So würdt derselbe auch bald erfahren

haben, das sich in Bayern schon andere

Christliche Lehrer, nemblich der geistliche

Nachkömmling des

Heilig Abbtens Eustachi und des heilig bischoffs Ruperti,

wie um

die Mönch zu St. Emeran in Regen-

sburg eingefunden. So ist auch anno

Christi 724 der Heilige Bischof Corbinian

in Bayrn gekommen. Es daher in Bayrn

damahls an Apostolischen Männern keinen

mangel gehabt.

Apostl

5/00015

§ 2

Weiteres Wachstum des

Closters; wie auch die

Stüfftung noch anderer

Klöster

7v/00020

§ 3

Gisila Königin in Frankreich

Wird ein Closterfrau zu

Kochel. Landfrids

Todt.

9/00023

Das andere (zweite) Kapitel.

Von den anderen Brüdern

Waldram, Elilando, und

Gundrams.

10/00025

Das dritte Kapitel

Bedauerlicher Stand das Closters

gleich nach dem Todt dessen

Stüffters.

 

Es ist eine in den Schriften unseres

Ordens bekannte sach, wie es mit den

gar vilen Klöstern in dem 9. und 10.

Jahrhundert hergegangen. Es ist zwar

in unserer heilig Regel vorgesehen und

anbefohlen, dass ein Abbt allzeit von

denen Mönch des Closters frey er-

wehlet soll werden, aber zu selbigen Zeiten haben

manchmal die Kayser und König auch

solche Regl wenig Achtung gegeben, sondern

nach ihrem belieben jetzt aus anderen Klöstern

einen Abbten herge ?

12/00029

Das vierte Kapitel

Das Closter kommt in die Händt

etlicher Welt-geistlicher

 

Nachdem endtlich anno 955 mit bei-

hilf des heiligen augsburgischen Bishofs

Ulrich der Wuth der Hunnen Auf

dem Lechfeld durch eine grausambe

Schlacht glicklich gestillet worden,

hat Gott einen reichen Priester Wolf..

oder Wolfold genannt, erleuchtet, und

innerlich angetriben sich umb dieses Closter

anzunemben. Dieser Gottseelige Mann

hat hierbei seine gedankhdem heilig

Bischof Ulrich

14v/00034

Das fünfte Kapitel

Die klösterliche ordnung wirdt

hier widerumb eingefihret

Verfolgung und Befreiung

des Closters. Der

H. Leib d. Anastasia wirdt anhero

gebracht.

17v/00040

Das sechste Kapitel

Neue schwäre beengstigung

dieses Closters.

Nachdem seelig Hintritt Abbtens Gothelmi

haben die hiesigen Religiosen aus ihrem

Convent zu einem Abbte erwahlet hatten

27/00059

Das siebente Kapitel

Allerhand unglickliche und glikliche Begebenteiten von

Anno 1090 bis 1120.

29/00069

Das achte Kapitel

? ? dises Closters

von Anno 1120 bis 1130

32/00069

Das neunte Kapitel

Schönes Wetter über unsern Closter

Doch nit ohne alle Wolken

 

Obwohl gemeldter unser Abbt

Engelschalus schon im März des 1130 jahr

in die ewigkeit abging, so ist man

jedoch in selbigen jahr noch zu keiner

anderen wahl gekommen. Die Ursach

war kein anderer

36v/00078

Das zehnte Kapitel

Erfindung des Heilbrunnens.

Todt des Abbtes Waltheri,

wie auch seiner Nachfolge Ortholphi

und Werneri.

Es ging hier ein altes Gespräch herum,

ob wer in der nachbarschaft

dieses Closters ein Brunnen, dessen

Wasser von alter Zeit ganz vilen ihr

Gesundheit mitgethailt habe. Da

Nun endtlich obgemeldten

39v/00084

Das elfte Kapitel

Wandlung bey hiesigem Klo-

ster bis auf das Jahr

1236.

...

Das Gottshaus des Dörfleins Weichs

negst Murnau war und ist noch heut

zutag auf unserem grund und bodenge-

legen. Abbt Albertus sagte, dises sey

eine wahre Pfarrkirche, hab einen aigenen Tauf-

stein, zehent,

42/00089

Die Kürch zu Staffelsee wart erstlich

von hiesig heilig ? Stüfftern sambt daselbige Closter er-

baut, wie wür schon oben gleich im

ersten Kapitel erfahren haben.

42v/00090

Unsere hochwertheste nachbarschaft,

nemblich das hochlöbliche Collegiat-

Stüft zu Habach, hat in diesem Ver-

Handlungsbrief ? alle männer

Der 6 damalig gewesenen Chorherren,

welche waren Fridericus

Dechant, und Eberhard, Heinrich, Diet-

rich , Alber, und noch ein anderer

des Namens Alber: von welchen ver-

mutlich zu Habach keine meldung

mehr zu finden.

Noch mehrer ? hiesiger gegendt er-

leutert aus einem anderen Verhandlungs-

Brief, wohl a. 1192 ist aufgerichtet

Worden. Ich muss aber hier zudem voraus

den leser erinnern, was ich schon ?

gemeldet, das nemblich unsere alten Vor-

Fahren in der Zeit beflissen gewesen die ?

zu bessern und  ? zu bringen, die waldung

von ? orth aus zureitten, menschliche

Wohnung dahin zu setzten, Feld  und Äcker

anzulegen? . Nun hat man solche schrit

zu selbiger Zeit nach und nach absonderlich angewendet

linkhenseits an den Walchensee gegen

dem einige bey 4 stund langen Thal, durch

welches von aus gedachtem See heraus rinnender

Fluß Jachnay in die Isar sich ergiesset.

43/00091

Der Anfang war gemacht gleich an

dem See bey einem bächlein, Sacherbach

genannt, allwo 2 Häuser erbauet, und

ein hipsches Feldlein angerichtet

worden. Hernach ging die Arbeit

weiter ins Gebürg hinein, nemblich an

jenes Orth, so man jetzt Am Berg nennt.

Da abermahl die Waldung ausgehauen, und andere Häuser erhebt, und einige Äcker zugerichtet

worden. Diese jetzt gedachte 2 orth

hat man dazumahl in zusam genennet Naza-

reth: welches ich hier melde, damit man

unsere alten Schriften recht verstehen möge.

Weithers bringte man noch ? in die Berg,

allwo sich auf einer ziemlichen

ebene eine Waldung bestandt. Da

hat man nun auch Hand angelegt,den

Wald nieder gehauen, die wurzen ausge-

rissen, ein ziemliches Feld gemacht, und

etliche Bauernhäusl angelegt.

Es entstundte aber dazumahl ein Zweifel, ob

kunftige Zeiten der Zehent aus disen

äckern von dem Bischof würden dem

Closter zugestanden werden, oder ob sie selbige

würden disputierlich machen?

Alle besorgendter Strit von Zubieg? hat

Albertus der Abbt die ganz sach an den

obgedachten bischof Udalschalcus gebracht,

allwo volgendter maßen ist abge-

handelt, und beschlossen worden. Der

Bischof hat unserem Closter alle diese Zehent

uberlassen. Herentgegen hat unser Closter

der Domkürch zu Augspurg gegeben ein gut in dem Dorf Utting am Ambersee. Der Bishof hat weiterhin

zugesagt, daß wann mit der Zeit in oben gedachten gebürg soll

eine Kürch erbauet werden, und weither

ausreittung geschehen, soll die Kürch und aller

Zehent auch dem Closter aigen verbleiben.

43v/00092

Von selbiger Zeit an war mit ausreittung

der Wälder in dem Gebürg an dem Fluss

Jachna noch eufrig auf 2 stund wegslang fortgefahren, kleine felder angelegt, Häuser aufgericht und mit

Undterthanen besezt ; und begunnte nunmehr

das worth Nazareth nit mehr gebraucht

wurde, und das gesambte thal wurde hinfür

von dem durchrinnenden obgedachten Fluß

Jachna die Jachenau genennet. ?

ein gar  ? Thal,geniesset

gar gute Luft, und die maisten

Künder alldort sindt gar wohlge-

staltet, haben gute ? kheit zu der

Christen Lehre, sindt sittsam, und

?. All diese Innwohner leben doch maistentheils

von dem Holzschlag und Viehzige,

obwohl sie gleichwol einig Seldbaum geniessen.

Das Wasser der Jachna gibt

gute Fisch, sindt auch an derselben

einige Müllen angericht worden. So

war auch ein Würtshaus erbauet.

Von Errichtung der Kürch werden würr

es auf seiner Zeit meldung thun.

...

 

44/00093

Das zwelfte Kapitel

Geschichte dises Closters bis

auf das Jahr 1271

 

...

 

46/00097

...

1246 ...

ist bald durch

unachtsamkeit der hier studierendend

Jugendt geschehen, und am Fest der

Heiligen Scholastica das ganze Closter in

Feuer gerathen. Mithin ist die Kürch zu-

sam gefallen: Die Altäre waren vernichtet

Alle gebau, ? absonderlich das große

Closter lag zuboden: an dem wohn?

Büchern und hausrath ist ein ungemeiner Schaden geschehen...

46v/00098

Das dreyzehende Kapitel

Hiesiges Closter erhaltet ab-

Sonderliche Hohheiten von dem

Jahr Christi 1273 bis 1284

 

...

50/00105

Das vierzehende Kapitel

Benedictbeurische Geschichte

Von dem Jahre Christi

1284 bis 1318

 

Gleich am dritten Tag nach ableben

Abbtens Ortolphi, nemblich den

6. April...

...

ist hisiger Convent zur wahl eines anderen

Abbtens geschritten.

...Heinrich dises Namens der Dritte

52v/00110

Der Bischof hat in allwey der

Bitt des Abbtens willfahren, und

obwohl er dazumahls nach Walchensee

und in die Jachenau zu kommen ...

in der Jachenau Gott zu Ehren des heilig

Bischofes Nicolai, die andr aber

zu Ehren des Heilig Apostels

Jacob geweihet.

Als dieses Closter solch gestalten, ber-

mahl in bessern standt gekommen, hat

Abbt Otto auf sambt seinem Convent

Auf guetten gottselig, aber zu-

gleich auf ainhaltiger mainung

hier verordnet, daß ... jedr Täg

und Woch gewise außerordentliche Gottsdienst sollen

gehalten werden. Allein nach und

nach hat der Bischof solche verordnung

durchtrih und abgg..., und

die unsrigen zu dem Ordinari

Brevier und heilig Messen gewisen

 

Anno 1292. war unserem Closter

die Waldung bei Hadern von den

zu München angesprochen. Nachdem aber

unser Abbt mit briefen erwisen,

daß solches ansinnen gar nit gegründet,

hat Herzog Ludwig die von München

abgewisen.

Es hatte dazumahl unser Abbt die

2 Gütter zu Wiesen bey Kümbstorf

erhandelt. Erst besagter Herzog hat

dem Abbten auch seine hierüber ge-

habte Vogtey darzu freuwillig uberlassen.

 

 

54v/00114

Das sechzehnte Kapitel

Geschichte unter denen Abten

Duringo, Alberto dem

anderen (zweiten), und Henricus

dem fünften vom Jahr

1348 bis 1378

 

Under disen 3. Abbten ist von unseren

Vorfahren wenig angemerkhet

worden, vermuthlich, weilen dahzumahl

in Karnthen die große Pest ausge-

kommen, hernach durch Steyrmarkht

und Osterreich in Bayern

64/00133

Das sibentz achthende

Kapitel (wohl ein Schreibfehler?)

Geschichte unter denen Abten

Ludwig dem ersten

Friedrich dem ersten, Konrad dem anderen von

anno 1400 bis 1409

73/00151

Das neunzehendte Kapitel

Gute Regierung Abtens

Gregori, schlechte Abtens

Thoma

79/00163

Das zwanzigste Kapitel

Wilhelmus Abt von anno

1440 bis 1483

83/00171

§ 1.

Die ersten 10 Jahre des

Abtens Wilhelm

In eben dem jahr, da Wilhelm

unser Abbtey angetrehten, hat sich zu

Basel ergeben

83/00171

§ 2.

Wachtsamkeit Abtens

Wilhelm von 1451 bis 1455

86v/00178

§ 3.

Merkwürdigkeiten von

Anno 1456 bis 1473

92v/00190

§ 4.

Die übrigen Geschichten Abtens

Wilhelm bis 1483

97v/00200

Das einundzwanzigste Kapitel

Narzissus Abt von 1483

bis 1504

100v/00206

§ 1.

Anfang dessen Regierung

bis auf das Jahr 1490

101/00207

§ 2.

Brunst dieses Closters, und

was bis 1492 er-

folget

103v/00212

§ 3.

Merkwürdigkeiten von

1492 bis 1494

(Ausbau der Kesselbergstraße)

107/00219

§ 4.

Bewährung Abtens Narzissus

Anno 1494 bis 1496

109v/00224

§ 5.

Begebenheiten von anno

1497 bis 1500

112/00229

§ 6.

Die 4 letzten Jahre Abtens

Narzissus bis 1504

114/00233

Das zweiundzwanzigste Kapitel

Balthasar Abt von anno

1504 bis 1521

118/00241

§ 1.

Geschichten unseres Abtes Baltha-

sar bis auf das Jahr 1513

 

118/00241

§ 2.

Die übrigen Jahre und freu-

willige Abtretung Abtens

Balthasar

 

123/00251

Zu verwundern ist, dass Abbt

Balthasar anno 1514 dem

Herrn Tanzl schon abermahl

das oben gedachte lehen am Walchen-

see auf 6 jahr überlassen

 

 

den weyer in der Stallau angelegt, zu

dessen erweiterung ihm unser Abbt

von unserer daran gelegenen wiesen ein ziemliches

123v/00252

käuflich überlassen

124/00253

Das dreiundzwanzigste

Kapitel

Matthias Abt von anno

1521 1530

125v/00256

§ 1.

Matthias wird erwehlet

und instuliert

125v/00256

§ 2.

Fortsetzung der Regierung

Abtens Matthias bis

1527

127/00260

§ 3.

Sorgen Abtens Mattias in

denen Jahren 1527, 28, und 29

129/00263

§ 4.

Standfestigkeit Abtens

Matthias von 1530 bis 33

131/00267

§ 5.

Die letzten Jahre Abtens

Matthias

132/00269

Das vierundzwanzigste

Kapitel

Kaspar Abt von 1539

bis 1548

135/00275

Das fünfundzwanzigste

Kapitel

Ludwig, dieses Namens

und andere Abt von 1548

bis 1570

139v/00284

§ 1.

Die ersten 7 Jahre Abtens

Ludwig

139v/00284

§ 2.

Merkwürdigkeiten von anno

1556 bis 1560

143/00291

§ 3.

Fortsetzung der Regierung

Abtens Ludwig bis 1565

146/00297

§ 4.

Allerhand Ungelegenheiten

von anno 1556 bis 1560

148v/00302

§ 5.

Die letzten Jahre Abtens Lud-

wig

150v/00306

Das sechsundzwanzigste

Kapitel

Johann Benedict Abt von

a. 1570 bis 1604

154/00313

§ 1.

Die ersten 4 Jahre dieses Abtes

bis 1573

154/00313

§ 2.

Geschichte bis auf das Jahr

1578

156v/00318

§ 3.

Besorgung dieses Abtes

von 1578 bis 1582

158/00321

§ 4.

Fortsetzung der Begeben-

heiten bis 1588

(1582 in St. Jakob am Walchensee vom Closter Schlehdorf ein Gütlein für die Jäger ertauscht.)

Anno 1502 ist dem benachbarten

löblichen Closter Beuerberg verstorbenen

Probst Martin Khurrz, von

welchem schon auch das jahr Christi

1652 meldung geschehen. Dessen

Hintritt hat der H Dechant

selbigen orths dem herzog an-

gekündigt, und zugleich ge-

wohnlicher massen die Schlissel ein-

geliefert. Der Herzog aber

damit bis zu erwehlung eines

neuen Herrn Probstens in Beuer-

berg alles wohl veranstaltet

worden, hat die ?

Schlissl unserem Abbten uber-

sendet mit befehl, daß derselbe

mit seinem

 

Dem löblichen Closter Schlechdorf

hat in gedachtem iahr unser Abbt

ein gütlein zu St. Jacob am Walchen-

See abgetauschet, und an statt disem

hat er anderwertige gerechtigkheit

hergegeben. Gedachtes Gütl haben

forthin unsere Jäger am Walchen-

see weit über 100 iahr stüftsweise

... genossen, bis zu unserer Zeit

dem iäger ein anderes gut

angewiesen worden und aus

161v/00328

der alten Wohnung des iägers ein

Schwaig gemacht worden.

Anno 1583 hat Erzherzog Ferdi-

nand unserem Abbten einen schönen

silbernen Abbt-Stab verehrt, weil

schon offt der Erzherzog aus Insbrugg

nachen München und hierwiderumb

aus München nachen Insbrugg ver-

raiset, der Abbt ihn und die seinigen

in disem Closter allzeit böst möglich be-

dienet.

In gedachtem iahr musste unser Abbt

abermahl in München erscheinen

umb die obengedachte handlung

wegen den neuen Schulsachen zu-

standt zu bringen.

Es hat bis dahin unser Abbt kein

anderes Insigl geführet, als welches

seine Vorfahren gebraucht, nemblich

einen doppelten Abbtstab, als er aber

gesechen, das einige andere Pralathen

auch ihre angebohrenen Stammwappen

... hat er anno 1584 ein

solches auch gethan. Es haben aber

die Märzischen dise Freiheit

anno 1502 von Herzog Albrecht

und hernach von Kayser Maxi-

milian selbstens erhalten.

Dazumahl seindt zwar die Marchung

zwischen unserem und dem Tölzischen Gericht

durch Herzog Wilhelm verordnet

worden, allein weilen hiernach noch etliche

Strittigkeiten hierüber entstanden, sieht man

wohl, dass dazumahl diese sach nit genügsamb über-

legt worden.

 

162/329

Anno 1585 hat Ernst Churfürst

zu Köln als Bischof zu Freysing

unserem Abbten die Gnad gethan,

dass, sobald zu St. Veith bey Freysing

eine Chorherrenstelle sollte ledig

werden,er diselbige einem tauglichen

aus seiner Freundschaft verleihen

möchte.

Wie angenemb unser Abbt dem

Herzog Wilhelm gewesen, er-

hellet aus volgendtem lesens-

würdigen Zufahl. Als der

Abbt bald nach eingang des

Iahres sich in München befandt. Ge-

dachte der Herzog denselben einst

ganz ungenannt und unwissend

bey dem ersten ... und

sich bey ihm zu Gast zu laden. Aber sicher

ein selzame Begebenheit. Der

Abbt war aber dazumahl nit zu

Haus, sondern

162v/00330

§ 5.

Unseres Abbtens Sorge

wegen des katholischen Glaubens,

und allerhand Verrichtung

der herzoglichen ...

bis 1593

164/00333

§ 6.

Geschichte bis 1595

167/00339

§ 7.

Letzte Geschichten und Hintritt

Abbtens Johann Benedict

(anno 1596)

169v/00344

Das siebenundzwanzigste

Kapitel

Joannes Abbt von anno

1594 bis 1620

172/00349

§ 1.

Die ersten 4 Jahre Abbtens

Joannes

172/00349

§ 2.

Sorgen unseres Abbtes

Anno 1606 bis 1610

173v/00352

§ 3.

Gefahr der Pest anno

1611

176v/00358

§ 4.

Merkwürdigkeiten bis auf

das Jahr 1615

178/00361

§ 5.

Verschiedene Geschichten bis

auf das Jahr 1624

180/00365

§ 6.

Merkwürdigkeiten

Anno 1624, 25 und 26

183/00371

§ 7.

Abbtens Johannes letzte Ge-

schichten und Hintritt

185v/00376

Das achtundzwanzigste

Kapitel

Waldram dies Namens

der andere (zweite) Abt von

anno 1628 bis 1630

187v/00380

§ 1.

Die ersten 4 Jahre dieses

Abbtens

187v/00380

§ 2.

Der Schwarze und ander Haus-

wirtschaft in Bayern

und absonderlich in unserem

Closter 1632 (Dreißigjähriger Krieg)

190v/00386

§ 3.

Sorgen anno 1633

194v/00394

§ 4.

Krieg, Hunger und Pest

a.o 1634

195v/00396

§ 5.

Das 1635. Jahr

198/00401

§ 6.

Die 3 letzten Jahre Abbtens

Waldram

199v/00404

Das neunundzwanzigste

Kapitel

Philippus Abbt von 1638

bis 1661

203/00411

§ 1.

Wachtsamkeit dieses

Praelathens bis 1640

203/00411

§ 2.

Begebungen bis 1644

205/00415

§ 3.

Fortsetzung und Ende

des Schweden Krieges (1645)

207v/00420

§ 4.

Mildere Zeiten bis auf

1657

210/00425

§ 5.

Kraft unseres Heil-

brunnens, und Hintritt

unseres Abbts Philippus

212/00429

Das dreißigste Kapitel

Amand Abbt von 1661 bis

1671

214/00434

Das einunddreißigste Kapitel

Placidus Abbt von anno

1672 bis 1690

217v/00440

§ 1.

Die ersten 8 Jahre dieses

Abbtens

217v/00440

§ 2.

Fortsetzung bis 1684

221/00447

§ III. (3.)

Das übrige Leben

Abbtens Claudi

225/00455

Das zweiunddreißigste Kapitel

Elilandus der ander(zweite), Abbt

von 1690 bis 1707

230/00466

§ 1.

Geschichte bis 1696

230/00466

§ 2.

Vermehrung unseres

Preuwesens

234/00473

§ 3.

Fortsetzung der Regierung

Abbtens Eliland bis

1699

236v/00478

§ 4.

Merkwürdigkeiten bis

auf das Jahr 1702

239v/00484

§ 5.

Geschichten des Jahres 1702

bis auf den Herbst-

monath

242v/00490

§ 6.

Anfang des Bayerischen

Krieges, und Klugheit

unseres Abbts

244/00493

§ 7.

Das ser gefährliche

Jahr 1704

 

Bald zu Anfang dises Jahres

waren wür berichtet, daß auch passau

von denen Bayrischen eingenomben worden.

Die hier zu erfragenden wußten auch

nichts, als böses aus dem underland

zu erzehlen,

248/00501

§ 8.

Verhängnisse im Jahr

1705

 

Gleich vom ersten Jenner dises jahres

hatten wür zuverlässige Zeitung, daß

zu Insbrugg und Swatz den galern

verbothen worden, einen durchrai-

senden Bayern zu belidigen. Mithin

hatten die Ordinari ? widerumb

ihren Fortgang,, nachdem unser Abt

die landstraßen widerumb eröffnet,

und besser, ?sieehedessen gewesen,

hat machen lassen. Selbige Zeit musste

man vile Steuern erlegen, umb die abge-

dankhten Bayrischen Soldaten zu bezahlen.

...

Nachdem auf solche wais das Land

Bayrn völlig in Kayserliche gewalt

261/00527

Gekommen, musste man allhier gar

vil

261v/00528

...

Gleich zu Anfang des Monats De-

zember haben unsere Underthanen

nachtlicher Zeit Zusammenkünfte zu-

halten und zu beratschlagen angefangen,

wie sie sich mit anderen vereinigen, und

wie sie sich an denen Kayserlichen rächen

könnten, sonders da ihnen etliche

abgedankte Bayrische Soldaten

guten Muth und Hoffnung gemacht,

München zu erobern.

266/00538

§. 9.

Die 2. Ersten Jahre Abbtens

Elilandt des anderen

267v/00540

Das drei und dreißigste

Kapitel.

Magnus Abbt seit anno

1707.

 

§. 1.

270/00545

 

§. 2.

Die Jahr 1709 und 1710

274/00555

§. 3.

Geschichte anno 1711, 12, und

13

276v/00560

§. 4.

Waitterene Zeit bis 1716

 

Anno 1714 den 11. April hat unser Abbt zu Beuerberg der wahl

Iryiges Herrn Probstens ... bey-

gewohnt.

In dem Monath July geschah bey uns ein

Grausamber Wolkenbruch, und er-

Folgte ein solches gewässer, dass

man in dem Dorf laingruben mit

Schöffen hette können fahren. Die

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Ganze ebne zwischen dem Closter

Und dem Dorff Pichk war anders nit an-

zusehen als ein See. Wodurch dann

solcher grosser Schaden geschehen.

Den 27. August seindt Ihro Hochfürstliche

Durchlaucht Karl Philipp Pfalz-

Graf, und Verwalters des Tyrols

mit einem grossen gefolg, nemblich

mit 140 Personen, und 150 Pferden

bey uns angelangt, und bis auf

den 31. Dito verblieben, welchen

man bey uns nach aller möglichkeit

hat bedienet.

... ao 1715 im Monat Jener ist der

Frid mit Frankreich endtlich ge-

schlossen worden, ist die kayserliche

Administration oder Verwaltung

von München abgeraiset, und hat die

Regierung dises Lands den Chur-

Bayerischen hierzu verordneten Herrn

Gavallerie überlassen, worüber

aller orth grosses frolokhen ent-

stanten.

Den 4. July ist im Closter Tegern-

see der hochwürdige H. Abbt Quirinus

in Gott seelig entschlafen, und hernach

den 6. Dito von unserem Herrn

Abbten Magnus zur erde bestattet worden

 

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§. 5.

Merkhwürdigikheiten

Aus das Jahr 1716

283/00573

§. 6. (7.)

Geschichte anno 1717

284v/00576

§. 7.

Das 1718.te Jahr

287/00581

§.8.

Geschichte von 1719 bis

1723

289v/00586

§. 9.

Begebheiten von Anno

1724 bis 1726

291/00589

§.10.

Das Jahr 1727 und volgendte

 

Den 16. May 1727 ist der völlige

Abzug der Waldbrüder am Walchen-

See erfolget. ...

...

293v/00594

Anno 1730, den 10. Märzen ist der

Durchlauchtigste ...

... in Venedig

Todts verblichen. Der Durchlauchtig-

ste Sohn aber ? haben wollen

geschehen lassen, das dero laichnamb

 

ausser Bayrn solle ?

werden. Seindt darnach etliche

Verwandte ? nach

Venedig abgeordnet worden umb

den entseelten Laichnam heraus

zubegleiten. Da dieser Trauerzug

schon  gegen Bayrn gekommen, hat sich

bey uns ein

295v/00598